Familie Mösl gartelt für die Sonneninsel


Ein Bauerngartl, bepflanzt mit Reinsaatpflanzen, wie er im Buche steht: Mit Wildrosen (Hagebutten), Himbeersträuchern und Ringelblumen. Der Gehweg zwischen Hochbeeten und Kartoffelbeet ist von natürlichen Hackschnitzeln bedeckt. „Der weiße Kies passt einfach nicht zum traditionellen Bild des Bauerngartl“, weiß Maria. Gemeinsam mit ihrem Mann Alois kümmert sie sich um den Garten vor der Sonneninsel Seekirchen. Das psychosoziale Nachsorgezentrum für (ehemals) krebskranke oder chronisch kranke Kinder und ihre Familien ist in dieser Art einzigartig. Seit bald vier Jahren ist die Sonneninsel ein Ort, an dem Familien wieder neue Kraft für den Alltag tanken. Betreut und begleitet werden sie von einem multiprofessionellen Team. „Die Sonneninsel ist wie eine große Familie, hier her zu kommen ist wie heim kommen“, erzählt eine begeisterte Mutter. Das abwechslungsreiche Angebot inklusive Aufenthalt und Rundum-Verpflegung ist für die Familien kostenlos. „Dies können wir durch das tolle Engagement unserer Spender ermöglichen“, erklärt Thomas Janik, Geschäftsführer der Sonneninsel.

 

Bauerngarten Sonneninsel Seekirchen

Famile Mösl kümmert sich um den Bauerngarten der Sonneninsel Seekirchen

Mitmachen und mithelfen wird bei der Sonneninsel groß geschrieben. So hat sich Janik an den Gartenbauverein Seekirchen gewandt. „Mit der Bitte um Mithilfe bei der Gartengestaltung, denn dafür haben wir keinen Fachmann und keine Fachfrau in unserem Team.“ Bei einer Sitzung des Vereins hat sich schließlich das Ehepaar Maria und Alois dazu bereit erklärt, diese schöne Aufgabe zu übernehmen. Die beiden gebürtigen Seekirchner engagieren sich in ihrer Freizeit sooft es geht ehrenamtlich. „Wir haben mit unseren vier Kindern und acht Enkelkindern ein so großes Geschenk bekommen, dass wir gerne auch etwas zurückgeben möchten. Wir können dem Herrgott gar nicht oft genug danken. Durch unseren Einsatz können wir zumindest einen Teil zum Glück anderer beitragen.“ Die starke Verbundenheit zur Natur haben die beiden bereits in die Wiege gelegt bekommen. „Meine Großmutter und meine Mutter haben immer schon gegartelt und mir vorgelebt, wie schön es ist, auf diese Art mit der Natur in Berührung zu kommen.“, erinnert sich Maria. Diese besondere Beziehung zur Natur geben Maria und Alois gerne weiter. Wenn die beiden im Garten vor der Sonneninsel arbeiten, bleiben immer wieder Eltern und Kinder stehen. Sie beobachten und staunen. „Dann biete ich ihnen eine knackige Karotte an“, erzählt Maria. „Die schmeckt so knackig und würzig, da kann das Gemüse aus dem Supermarkt nicht mithalten.“

Gustl und Mädchen im Bauerngartl bei der Ernte

Köstlich: Das frische Gemüse aus eigenem Bauerngartl kommt in der Sonneninsel auf den Teller.

Aus dem frischen Gemüse, den Beeren und Kräuter werden in der Küche der Sonneninsel köstliche Gerichte. Maria gartelt im Austausch mit Koch Gustl: “Er sagt uns, was er gerne haben möchte und wir schauen, dass wir wieder neue Sorten pflanzen. Immer wenn ich sehe, dass er sein Küchenmesser am Hochbeet vergessen hat, freue ich mich. Denn dann weiß ich, dass er die frische Ernte aus dem Garten direkt mit in die Küche genommen hat. “Mit ihrer Arbeit sind Maria und Alois nicht alleine. Enkelin Jasmin (6) hilft tatkräftig mit. „Melanie mit ihren Kindern ist auch eine große Hilfe“, berichten die Gartenexpertin, „Sie wohnt mit ihren Kindern ganz in der Nähe und kümmert sich regelmäßig um die herrlichen Pflanzen.“ Auch im Ort ansässige Flüchtlinge helfen regelmäßig im Garten mit.

Bauerngarten Sonneninsel Seekirchen: Gemeinsames Arbeiten

Zusammenhelfen: Gemeinsam geht die Arbeit leichter von der Hand

Begeistertes Engagement für die Sonneninsel

Maria und Alois und das Team der Sonneninsel sind sich einig: Das Miteinander funktioniert wunderbar. „Ich schätze Maria und Alois sehr. Diese Freude, dieses Engagement, die Begeisterung für unsere Arbeit ist einfach wundervoll!“, freut sich Thomas Janik. Maria ergänzt: “Das Team hier im Haus ist so herzlich und so positiv, da kommt man immer gerne her. Meist bleibt nach getaner Gartenarbeit auch noch Zeit für ein paar nette Worte.“ An Ideen für neue Garten-Projekte mangelt es nicht. Für den kürzlich gepflanzten Obstgarten hat sich Alois persönlich auf die Suche nach Paten gemacht. „So eine Patenschaft ist eine schöne Sache. Die Paten wissen, dass sie ein wichtiges Projekt unterstützen und können auch hierherkommen, um sich „ihren“ Baum anzusehen.“ Um das Pflanzen der Obstbäume hat sich hauptsächlich Markus gekümmert. Er ist auch Mitglied im örtlichen Gartenbauverein. Im nächsten Jahr soll der Obstgarten noch umzäunt werden, damit die Wildtiere sich nicht an den jungen Trieben zu schaffen machen. „Dafür sind wir schon wieder auf der Suche nach Sponsoren, aber ich bin mir sicher, das schaffen wir. Wenn wir erzählen, wofür wir sammeln, sind die Menschen sofort bereit, mitzuhelfen.“

Sonneninsel Hochbeet

Reich bepflanzt: Das Hochbeet im Bauerngartl der Sonneninsel.

 

 

 

 

 

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