Sonderpreis für die Sonneninsel – im Gespräch mit Psychologin Christina Eberl


Die Sonneninselwurde kürzlich in Berlin mit dem Sonderpreis des O-Mamori-Awards ausgezeichnet. Worum geht es bei diesem Preis?

Der O-Mamori-Award ist eine Auszeichnung für besonderes Engagement in der Patientenstärkung in den Bereichen Onkologie und Kardiologie. Er wurde 2024 erstmals vom Unternehmen Daiichi Sankyo verliehen und wird im Zwei-Jahres-Rhythmus in verschiedenen Kategorien vergeben.

Wie groß war die Konkurrenz?

Insgesamt wurden 55 Projekte eingereicht, davon 17 aus Österreich. Wir wussten im Vorfeld überhaupt nicht, ob wir Chancen auf eine Auszeichnung haben. Als wir dann tatsächlich den Sonderpreis erhalten haben, war dann die Überraschung umso größer.

Was hat die Jury an der Arbeit besonders überzeugt?

Vor allem unser ganzheitlicher Ansatz und der starke Fokus auf die gesamte Familie. Wir begleiten nicht nur die betroffenen Kindern, sondern beziehen auch deren Angehörige aktiv mit ein. Diese umfassende Unterstützung wurde besonders hervorgehoben.

Wie hast du die Preisverleihung in Berlin erlebt?

Es war ein sehr wertschätzender und festlicher Rahmen. Zu Beginn gab es eine Poster-Ausstellung, bei der sich alle Projekte präsentieren konnten. Das war eine tolle Gelegenheit, sich auszutauschen und voneinander zu lernen. Es war beeindruckend zu sehen, wie viele engagierte Initiativen es gibt, die alle dasselbe Ziel verfolgen: Betroffenen etwas Gutes zu tun.

Gab es besondere Momente, die dir in Erinnerung geblieben sind?

Die gesamte Veranstaltung war sehr bewegend. Die Laudatio und die vielen positiven Rückmeldungen waren überwältigend. Wir haben unglaublich viel Zuspruch bekommen – von der Jury, aber auch von anderen Projekten bzw. deren Vertreter und Teilnehmerinnen. Viele haben gesagt: „So toll, wie eure Arbeit ist.“ Das war wirklich berührend.

Was nimmst du dir persönlich aus der Auszeichnung mit?

Die Auszeichnung und das Preisgeld von 3.000 Euro für die Sonneninsel ist natürlicheine große Ehreund ebenso wichtig ist das Netzwerk, das dadurch entsteht. Der fachliche Austausch mit anderen Projekten und die Möglichkeit, voneinander zu lernen, ist unglaublich wertvoll. Genau das war auch eines der Ziele der Veranstaltung: eine Community zu schaffen und Menschen zu vernetzen.

Was bedeutet diese Auszeichnung für dich und deine Arbeit auf der Sonneninsel?

Sie bestätigt uns in dem, was wir tun. Wir wissen, dass unsere Arbeit eine hohe Qualität hat, denn wir entwickeln uns ständig weiter und auch das Feedback der Familien ist sehr positiv. Aber nun können wir unsere Erfahrung auch wissenschaftlich belegen. Das erzeugt nochmal eine ganz andere Wahrnehmung in der Öffentlichkeit und auch in der wissenschaftlichen Fachwelt.

Und was bedeutet das für die Zukunft?

Die Auszeichnung hilft uns neue wissenschaftliche Projekte anzustoßen und von Außen gesehen zu werden. Es gibt viele großartige Initiativen, aber unser familienorientierter, ganzheitlicher Ansatz macht uns besonders. Darauf sind wir sehr stolz.

Fotos: Christoph Jackschies/Sonneninsel

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